Warum du bei mir keine Wahrsagerei bekommst – und vielleicht etwas viel Wertvolleres!
Viele Menschen kommen zum Kartenlegen mit einer sehr nachvollziehbaren Hoffnung. Sie wünschen sich Klarheit, Orientierung und manchmal auch eine Antwort, die endlich alles eindeutig macht. Der Wunsch nach Sicherheit ist zutiefst menschlich. Wer hätte nicht gern eine Instanz, die ruhig und überzeugend sagt, was richtig ist und welchen Weg man einschlagen soll?
Genau an diesem Punkt beginnt jedoch meine etwas andere Haltung zum Kartenlegen.
Ich verstehe mich nicht als Wahrsagerin, die zukünftige Ereignisse vorhersieht, und auch nicht als Zauberin, die feststehende Wahrheiten aus einem mystischen Raum abruft. Karten – ob Tarot oder Orakel – sind für mich eine Symbolsprache. Eine sehr alte, sehr kluge und erstaunlich präzise Sprache, die uns dabei unterstützt, innere Prozesse sichtbar zu machen.
Die Karten sagen nicht, was sein wird. Sie zeigen vielmehr, was sich zeigen möchte.
Das mag wie ein kleiner Unterschied klingen, verändert jedoch die gesamte Perspektive.
In meiner Arbeit erlebe ich Kartenlegen als eine Form der inneren Kommunikation. Manche nennen diese Ebene das Höhere Selbst, andere sprechen von Intuition, innerer Weisheit oder Seelenwissen. Die Begriffe sind dabei nicht entscheidend. Wesentlich ist vielmehr die Erfahrung, dass Menschen über Bilder, Symbole und archetypische Darstellungen Zugang zu eigenen inneren Wissens- und Wahrnehmungsebenen finden können.
Die Karten fungieren dabei nicht als Antwortinstanz, sondern als Resonanzraum.
Viele Menschen suchen beim Kartenlegen nach der richtigen Entscheidung, dem richtigen Weg oder der einzig wahren Lösung. Ich kann dieses Bedürfnis gut verstehen. Gleichzeitig glaube ich nicht daran, dass irgendwo außerhalb von uns eine Instanz existiert, die besser über unser Leben Bescheid weiß als wir selbst. Weder ich noch die Karten noch irgendeine feinstoffliche Vorstellung treffen Entscheidungen für dich.
Was ich jedoch seit vielen Jahrzehnten Begleitung von Menschen immer wieder beobachte, ist etwas anderes. In jedem Menschen existiert eine bemerkenswert feine, kluge und oft unterschätzte innere Weisheit. Karten können helfen, diesen inneren Zugang zu erleichtern, zu strukturieren und bewusst wahrnehmbar zu machen.
Genau darin liegt für mich der eigentliche Zauber dieser Arbeit.
Manche Fragen sind primär beruhigungsorientiert wie „Wird alles gut?“ oder „Was wird passieren?“. Meine Arbeit ist stärker entwicklungsorientiert. Das bedeutet nicht, dass Menschen ohne Halt oder Trost aus einer Sitzung gehen. Es bedeutet jedoch, dass wir gemeinsam auf Muster, innere Dynamiken, Möglichkeiten und Entwicklungsräume schauen.
Manchmal entstehen daraus klare Antworten. Manchmal entstehen zunächst neue Fragen.
Beides kann für persönliche Entwicklung außerordentlich wertvoll sein.
Besonders wichtig ist mir dabei, dass keine bestimmte Weltanschauung Voraussetzung ist. Ob jemand christlich geprägt ist, matriarchale Spiritualität lebt, sich als allgemein spirituell versteht, eher rational denkt oder zwischen verschiedenen inneren Bildern pendelt – die individuelle Symbolwelt ist willkommen. Ich arbeite mit den Bildern, die für die jeweilige Person stimmig sind. Nicht das Weltbild entscheidet, sondern die innere Wirkung und die erlebte Klärung.
Im Zentrum meiner Arbeit steht eine einfache, aber grundlegende Ausrichtung. Kartenlegen soll Menschen nicht abhängig machen, sondern stärken. Es soll weder verunsichern noch den Eindruck erzeugen, dass andere besser über das eigene Leben Bescheid wissen. Vielmehr verstehe ich diese Arbeit als Einladung, sich selbst näherzukommen, die eigene Wahrnehmung zu schärfen und Entscheidungen bewusster aus der eigenen inneren Mitte heraus zu treffen.
Und falls du ursprünglich auf der Suche nach einer klaren, eindeutigen Antwort bist, bist du dennoch herzlich willkommen. Vielleicht mit einer kleinen Verschiebung der Fragestellung. Weg von der Idee der einzig richtigen Antwort, hin zu der Frage, was dir hilft, klarer zu sehen, klarer zu fühlen und klarer zu entscheiden.
Kartenlegen darf dabei durchaus zauberhaft sein. Nicht im Sinne magischer Allwissenheit, sondern im Sinne von Erkenntnis, innerem Verstehen und jenen besonderen Aha-Momenten, die entstehen, wenn etwas in uns plötzlich stimmig zusammenfällt.
Wenn du also eine Kartenberatung suchst, die dich ernst nimmt, dich stärkt und dich nicht an Prognosen bindet, dann freue ich mich auf dich.